TU Berlin

Fachgebiet Elektromechanische KonstruktionenSmarDis

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Smart Living verspricht eine Zukunft mit mehr Wohnkomfort, Sicherheit und Energieeffizienz aber auch mit neuen Nutzungen und Interaktionen. Smarte Sensoren und Aktoren werden den Wohn- und Lebensraum erfassen und entsprechend der Bedarfe der Bewohner steuern, so dass ein wirkliches Smart Home kein klassisches Interface zum Nutzer mehr benötigt – es erkennt dessen Absichten. Es muss sich dennoch jederzeit einfach bedienen lassen, sicher, datensparsam und nutzerfreundlich sein. Intelligente Sprachassistenten wie Amazons »Alexa« zeigen, was das für Smart Living bedeutet: Anstatt über das Smartphone oder Tablet Geräte im Haus zu steuern, kann jetzt mit diesen einfach »gesprochen« werden.

Was passiert gerade in meinem Haus, meinem Leben und meiner Umgebung? Ein Feedback von dem System an den Nutzer zur Überprüfung und Sichtung ist essentiell. Allerdings werden auch hier neue Ansprüche an das Interface gestellt. Heutige Visualisierungen sind oft komplex und stellen für den Nutzer im Alltag schnell eine Überforderung dar. Deshalb sollten die Umgebung und die Dinge mit dem Nutzer genauso natürlich kommunizieren, wie es jetzt möglich ist zu »Alexa« zu sprechen. Das Smartphone oder Tablet mit seiner grafischen Benutzeroberfläche (Graphical User Interface, GUI) ist dafür nur begrenzt geeignet und dient in Zukunft der gezielten und detaillierten Datenauswertung, - konfiguration und -analyse. Für das alltägliche Feedback rücken Smart Material Interfaces (SMIs)in den Vordergrund, die es ermöglichen Daten auf einen Blick erfassbar und »begreifbar« zu zeigen: Durch Formveränderung und Bewegung können SMIs unterschiedliche Zustände anzeigen und gleichzeitig Zusammenhänge sichtbar werden lassen.

Mit dem Projekt »Smart Displays for Smart Living« (SmarDis) soll ein solch neuartiges Smart MateriaI Display entwickelt werden, das auf dielektrischen Elastomeraktoren (DEA) basiert. Das in dem Projekt entwickelte Display soll sich in den Wohnkontext natürlich einfügen und als ästhetisches, reaktives Objekt wahrgenommen werden. Die Anwendung ist modular und individualisierbar, der Nutzer wird selbst bestimmen können, mit welchen Daten er das Display belegt: Hausdaten wie Temperatur, Luftqualität oder die Information über geöffnete Türen und Fenster, personenbezogene (Gesundheits-)Daten, die z.B. über Fitnesstracker gesammelt werden oder externe Daten, wie aus sozialen Netzwerken, können als Gesamtkomposition dargestellt werden. Als Pixel des Displays sollen mehrschichtige, unimorphe Aktoren zum Einsatz kommen, die sich unter angelegter Hochspannung verformen. Über einen kombinierten Aktor-Sensor-Betrieb kann man mit dem Display direkt interagieren.

Der modulare Ansatz des Vorhabens erlaubt dem Nutzer, sein Display individuell zu konfigurieren, eine Form- und Bewegungsbibliothek ermöglicht es, Module für unterschiedliche Datentypen anzubieten. Im Ergebnis wird ein Demonstratordisplay mit exemplarischen Datensätzen diese Visualisierung anschaulich erlebbar machen und das Potenzial für weiterführende Umsetzungen aufzeigen.

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